19. Februar 2012

Ein Augustdorfer Jägeroriginal

Der im 2. Weltkrieg gefallene Lehrer Karl Kelle, der vor dem Krieg Mitpächter der Augustdorfer Gemeindejagd war, berichtet in seinen mir vorliegenden Jagdaufzeichnungen von einem Augustdorfer Jägeroriginal aus den zwanziger Jahren. In seiner Jugendzeit hatte Heuna, so wurde er von den Augustdorfern genannt, gewildert und kannte die Augustdorfer Jagdgefilde wie seine Westentasche....
19. März 2012

Das alte Forsthaus Hartröhren

Wenn als Überschrift eines Artikels der Name „Forsthaus Hartröhren" erscheint, so bin ich gewiss, dass manchem alten Lipper und Detmolder das Herz höher schlägt, dieweil Hartrören unter allen lippischen Forsthäusern wohl am bekanntesten und beliebtesten war. Tausende sind jahrzehntelang immer wieder dorthin gepilgert, und wohl alle haben von diesem Gang durch unseren herrlichen....
19. März 2012

Die Verleihung der städtischen Privilegien an Salzuflen

Am 20. Juni 1447 gingen die blühenden Ortschaften Salzuflen und Ritteruflen, die ein Weichbild bildeten, in Flammen auf. Zur Zeit der Soester Fehde, in der Graf Bernhard VII. zur Lippe es mit der Stadt Soest hielt, verheerten bekanntlich die auf den Ruf des Erzbischofs Dietrich von Köln gegen die Stadt Soest marschierenden Böhmen das Lipperland und mit ihm besonders Salz- und Ritteruflen und auch den....
20. März 2012

Die Fürstin Pauline in ihrer Zeit

Als ich jung war, eben den Knabenjahren entwachsen und auf eine gewisse dilettantische Art bildungsbeflissen, meinte ich auch, es gehöre dazu, Namen, Zahlen und historische Ereignisse dem Gedächtnis fest einzuprägen. So hatte ich die Geburtsjahre berühmter Persönlichkeiten in Reihen geordnet und mich, um leichter zu behalten, gewisser Gedächtnishilfen bedient.
19. März 2013

Ein königlicher Einzug

Wie König Karl, der spätere Vater der Kaiserin Maria Theresia von Österreich, als junger König am 9., Oktober 1703 in Barntrup einen feierlichen Einzug hielt und für eine Nacht auf der alten, früheren Gräflichen Burg Quartier nahm. Zu jener Zeit hat die damalige kleine Landstadt Barntrup immer wieder um ihr Stadtrecht ringen müssen gegen Landesherren und den Widerspruch der übrigen Alt-Städte. Kriege und Fehden — die Eversteiner und Soester Fehde sowie der Dreißigjährige Krieg—hatten der Stadt sehr zugesetzt. Dazu kamen die mannigfachen Brände.
19. März 2013

Undank ist der Welt Lohn!

Aus den Unterlagen des Lippischen Landesarchivs, machten wir interessante Feststellungen: Am 11. November 1825 war im Bamtruper Waisenhaus und zwei weiteren Bürgerhäusern um 5 Uhr morgens eine Feuersbrunst ausgebrochen. In der Stadt Blomberg erhielt man hier rein zufällig davon Nachricht als ein Mann gegen 9 Uhr morgens aus Richtung Barntrup kam.
19. März 2013

Die Berningtorper kauften Anno 1357 das Hainholz vom Heinrich von Sternberg

An einem Spätsommertage des vergangenen Jahres hatten die Barntruper Gelegenheit, mit einem Hubschrauber aufzusteigen und einen Rundflug über das obere Begatal zu machen. Der 15. September 1963 war ein ausgesprochen schöner und selten sonniger Sonntag, der viele Menschen, jung und alt, auf das „Hohe Feld" zum Start- und Landeplatz auf eine Weide zwischen „Wolfssiek" und „Selbeckbach“ hinaufgelockt hatte.
19. März 2013

Was aus dem alten Barntruper Hagen wurde

Am Sonnabend nach Reminiscere 1496 (5. März) hatte Bernhard, der Edelherr zur Lippe, seinen Untersassen, Mann und Getreuen Gerlach von Kerßenbrock mit einem rechten Erbmannlehen belehnt und zwar mit einem Hofe zu Hensentorp und einem freien lippischen Hof, innerhalb von Barrentorpe bei der Nedern Porten gelegen, nebst allen Zubehörungen.
20. März 2013

Der Tod in den Ellern

Von einem Erlebnis aus dem ersten Nachkriegsjahr soll hier berichtet werden, einer Zeit, als in unserer alten Schule an der Mittelstraße in zwei und in der sog. Roten Schule an der Sophienstraße in drei Klassenräumen zusammen täglich in drei Schichten 550 Schüler unterrichtet werden mussten ...
20. März 2013

Der Bau des Barntruper Schlosses 1584-1604

Vom 18. bis 24. Mai 1976 veranstaltete die Stadt Barntrup eine eindrucksvolle Festwoche zur Erinnerung an die Verleihung des Stadtprivilegs vom 21. Mai 1376 durch den Grafen Heinrich V. von Sternberg.
20. März 2013

Was Rotkreuzarzt Dr. med. Wilhelm Macherey am Ende des letzten Krieges in Barntrup erlebte

,Am 31. März 1945 brachten in kurzer Zeit feindliche Jagdbomber die Stadt an den Rand des Ruins. Durch diesen schweren Jaboangriff am Ostersonnabend wurden 7 Zivilpersonen im Innern der Altstadt und 3 deutsche Soldaten in der Großen Twete durch Bombenvolltreffer getötet. Von den 450 Häusern erlitten 9 einen Totalschaden und 240 Häuser wurden mehr oder weniger beschädigt. 25 Jahre sind seitdem vergangen.
20. März 2013

Von Bernictorp zu Barntrup

Wer vom Steinberg oder aus der Vogelschau auf das südöstliche Gebiet unserer Gemarkung Barntrup herabsieht, gewahrt einen Fahrweg, der von der Bundesstraße 66 gegenüber der neuen katholischen Kirche abzweigt und nach Südosten auf die Bundesstraße 1 zugeht, genau da einmündend, wo die Pyrmonter Chaussee sich mit dieser wichtigen Fernstraße verbindet. Dieser Gemarkungsweg heißt „Schratweg“ oder im Volksmunde „Schrotweg“, auch auf der Gemarkungskarte von 1883. Es ist ein alter Fahrweg, wahrscheinlich einer der ältesten mit, der „schräg“ durch die Felder auf [...]

20. März 2013

Eine Jugendgeschichte aus Barntrup

Der 1830 geborene Ludwig Hartmann bewirtschaftete mit seiner Frau Karoline, geborene Hasselmeier, einen kleinen Bauernhof an der Mittelstraße gegenüber der Stenebergschen Zigarrenfabrik. Sie hatten fünf Söhne und drei Töch­ter. Heinrich übernahm als Altester den Hof. Seine Brüder wurden Handwerksmeister, während seine Schwestern aus dem Hause zogen und heirateten.
20. März 2013

Erinnerungen eines Neunzigjährigen an Barntrup.

Ich bin im Jahre 1834 geboren. Damals war Barntrup bedeutend kleiner als heute, und hatte nur 180 Nummern. Indessen waren die Menschen viel anspruchsloser in ihren Wohnungsverhältnissen,und es wohnten damals drei Familien in Häusern, die heute nicht einmal mehr für eine Familie ausreichen. In meinem Geburtsjahre sind 46 Kinder geboren, also beinahe.... gerade so viel, wie heute in einem Jahre geboren werden, (1923 waren es 47).
20. März 2013

Barntrup im Dreißigjährigen Krieg

Zur Zeit des Grafen Otto erlebt auch sein Paragialgebiet Lippe-Brake die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges, die auch an Schloß und Stadt Barntrup nicht spurlos vorübergehen. Zuerst rückt 1621 Herzog Christian zu Braunschweig und Lüneburg mit einer “Armada von Soldaten zu Fuß und zu Pferd” an die Weser vor und fällt in die Grafschaft Lippe ein…. Dann kommt 1624 Feldmarschall Tilly nach Lippe. Graf Simon, der Landesregent, und Otto, der Braker Paragialherr, zogen 1622....
20. März 2013

Alverdissen, einst Hagenfestung und Herrensitz

Die älteste noch erhaltene Urkunde, in welcher der Ort Alverdissen erwähnt wird, ist fast 600 Jahre alt. Am 26. April 1366 erhielt Graf Heinrich V. zu Sternberg vom Nonnenkloster Ullenhausen im Tauschwege acht Stück Land bei „der Alverdisser Gemeinheit”, und in einer Urkunde vom 1. August 1370 geloben die „rade und Meynheyde” der Städte Bösingfeld, Barntrup und Alverdissen eidlich, dass sie dem Grafen von Schauenburg, dem die Sternberger ihr Land unterstellt....
20. März 2013

Kirche, Linde und Alter Krug zu Reelkirchen

Der Blick auf den ehrwürdigen Friedhof von Reelkirchen — wie er sich auf dem Titelbild dem Beschauer darbietet — erfreut seit vielen Jahrhunderten in jedem Frühling von neuem Einheimische und Auswärtige. Hat die Kirche seit ihrem Bestehen auch einige Male Gestalt und Form verändert, sind Stamm und Äste der tausendjährigen Linde umfangreicher und knorriger im Zeitenlauf geworden....
20. März 2013

Auswandererschicksale in Amerika

Vor einiger Zeit erhielt ich einen Stoß alter Briefe, der sich im Nachlass einer alten Frau gefunden und den die Angehörigen zur Verfügung gestellt hatten. Auswanderer, Amerikafahrer aus dem kleinen Ort Graben, Gemeinde Eschenbruch, haben einst diese Briefe geschrieben, und ihre Schicksale sind für viele lippische Auswanderer typisch gewesen.
20. März 2013

Das Blomberger Amthaus von 1572

An der Südwestecke des Pideritplatzes, dort wo die schmale Zuwegung zur Burg mit ihrem holprigen Kopfsteinpflaster beginnt, liegt das sogenannte Amtshaus, das eigentlich richtiger Amtmannshaus heißen müsste. Denn hier wohnten seit der Erbauung des Hauses im Jahre 1572 die herrschaftlichen Verwalter des Amtes Blomberg mit ihren Familien.
20. März 2013

Die ehemalige Klosterkriche zu Blomberg

Im Seligen Winkel zu Blomberg steht seit nunmehr fast 500 Jahren die ehemalige Klosterkirche zum Heiligen Leichnam, heute Pfarrkirche der Reformierten Gemeinde, die im Jahre 1477 vom Paderborner Weihbischof Johannes Ymmink, Episcopus Thefelicensis, geweiht wurde. Das Blomberger Kloster war eine Gründung der Augustinerchorherren aus Möllenbeck, die im Jahre 1468 vom Edelherrn Bernhard VII herbeigerufen worden waren, um eine Gedächtnisstätte zu Ehren des Heiligen Leichnams Christi zu errichten und die aus allen Teilen der Welt zahlreich herbeiströmenden Pilger geistlich zu betreuen, [...]